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Lernen Sie mehr über Ihre Ohren, wie Sie Schäden vermeiden können und was bei einem beginnenden Hörverlust zu tun ist.
2019-03-27

Wie Ihre Ohren funktionieren und was passiert, wenn sie es nicht tun

Viele Menschen mit der Fähigkeit zu hören halten ihre Ohren für selbstverständlich. Wir denken nicht darüber nach, wie sie funktionieren oder was wir tun würden, wenn sie es nicht mehr tun. Lernen Sie mehr über Ihre Ohren, wie Sie Schäden vermeiden können und was bei einem beginnenden Hörverlust zu tun ist.

Wenn Sie hören können, nehmen Sie wahrscheinlich täglich Millionen von Geräuschen auf. Selbst die, die Sie nicht registrieren, werden von Ihrem Gehirn als Hintergrundrauschen verarbeitet und gefiltert. Jedes einzelne Geräusch wird gefiltert, so dass Sie ungewöhnliche Geräusche, Sprache und mögliche Bedrohungen wahrnehmen können. Jedoch vernachlässigen viele Menschen ihre Ohren. Zum Anlass des Welthörtags geht dieser Artikel auf die Bedeutung unserer Ohren eingegangen und wie man sie pflegt, wenn ein Hörverlust eintritt.

Teil des Ohres

Wenn man von den Ohren spricht, denken viele Menschen nur an den Teil, den wir sehen können. Dazu gehört die Ohrmuschel ebenso wie der Gehörgang. Allerdings gibt es noch mehr als diese Teile. Das Ohr besteht aus vielen Einzelteilen, die zusammenarbeiten, um Ihnen das Hören zu erleichtern. Wenn einer dieser Teile nicht richtig funktioniert, wird Ihr Gehör beeinträchtigt.

Das Außenohr beinhaltet die Ohrmuschel, das sichtbare Ohr, den Gehörgang, und das Trommelfell. Dahinter liegt das Mittelohr, das aus den Gehörknöchelchen besteht. Das sind die drei kleinen Knochen, die als Hammer, Amboss und Steigbügel bekannt sind. Der eustachische Schlauch liegt ebenfalls im Mittelohr und hilft, den Druck im Ohr zu regulieren. Das Innenohr liegt noch weiter innen. Hier befinden sich die Hörschnecke, der Vorhof und die halbrunden Kanäle.

Nachdem wir nun die Einzelteile kennen, können wir darüber sprechen, wie sie funktionieren.

Wie hören wir?

Unser sichtbares Ohr ist speziell entwickelt, um Schall in unseren Gehörgang zu leiten. Von dort aus wandern die Vibrationen durch den Gehörgang und treffen auf die Trommelfellmembran, auch einfach Trommelfell genannt. Das Trommelfell vibriert und diese Vibrationen interagieren mit den Gehörknöcheln. Diese vibrieren wiederum, verstärken so den Klang und leiten ihn weiter ins Ohr zur Hörschnecke.

Die Hörschnecke ist ein spiralförmiges Organ, das mit Flüssigkeit gefüllt ist und mit mikroskopisch kleinen, feinen Haaren ausgekleidet ist. Diese Haare wandeln die Vibrationen in Nervenimpulse um, die verarbeitet werden können. Schließlich werden diese Signale durch den Hörnerv an das Gehirn geschickt, wo sie gefiltert und als Schall registriert werden.

Genauso wie beim Atmen oder Pumpen von Blut geschieht dieser komplizierte Prozess jeden Moment des Tages und geht sogar weiter, während Sie schlafen und nichts davon merken. Wenn Sie jemals durch ein Geräusch in der Nacht aufgewacht sind, liegt es daran, dass Ihre Ohren Überstunden machen, um Sie sicher und halbwegs bewusst über Ihre Umgebung zu halten.

 

Arten von Hörproblemen

Da das Hören so viele verschiedene Teile umfasst, gibt es viele Dinge, die schief gehen können. Verschiedene Teile der Hörkette können zusammenbrechen, so dass Sie bestimmte Geräusche nicht verarbeiten oder hören können. Laute Geräusche, Alter und sogar Hirnverletzungen können zu einem Hörverlust führen. Diese Verluste können leicht, mild oder schwerwiegend sein.

Es gibt viele Arten von Hörproblemen und funktionelle Hörverluste existieren ebenfalls. In diesen Fällen ist Ihr Gehör nicht vollständig verschwunden, sondern durch ein anhaltendes Problem in irgendeiner Weise beeinträchtigt. Viele Arten von Hörverlust sind dauerhaft, während andere durch medizinische Eingriffe gelöst werden können. Erfindungen wie Hörgeräte können Hörverlust ebenfalls lindern.

Um die Behandlung von Hörverlust diskutieren zu können, lassen Sie uns die verschiedenen Arten von Hörproblemen unterscheiden.

  • Auditorische Neuropathie. Ein Zustand, in dem der Hörnerv betroffen ist. Dies kann durch eine Reihe von Faktoren verursacht werden und das Hören unterschiedlich beeinflussen. Dies ist ein Problem mit dem Gehirn und den Nerven, nicht mit den Ohren selbst.
  • Sensorineuraler Hörverlust. Hierbei besteht ein Problem mit den feinen Haaren in der Hörschnecke. Wenn sie abgenutzt oder beschädigt werden, wird die Hörfähigkeit beeinträchtigt. Dies ist die häufigste Art des Hörverlusts, insbesondere bei älteren Menschen und Menschen in lauten Umgebungen.
  • Schallleitungsschwerhörigkeit. Diese Art von Hörverlust kommt bei einer Blockade im Mittelohr vor. Diese Blockierung kann durch Flüssigkeit, einem Tumor oder Ohrenschmalz verursacht werden und die Übertragung von Schallwellen aus dem äußeren Ohr dämpfe. Normalerweise ist das Problem gelöst, nachdem die Blockade entfernt wird.
  • Gemischter Hörverlust. Dies ist nicht unbedingt eine Art von Hörverlust, sondern eine Kombination aus sensorineuralem Hörverlust und Schallleitungsschwerhörigkeit. Wenn ein sensorineuraler Hörverlust dauerhaft ist, kann die Schallleitungsschwerhörigkeit gelöst werden, um den Zustand zu verbessern.
  • Tinnitus Tinnitus ist oft nicht selbst das Problem, sondern vielmehr ein Symptom eines anderen Problems. Tinnitus wird durch andere Faktoren verursacht, in der Regel durch sensorineuralen Hörverlust. Um den Tinnitus zu behandeln, müssen Sie das eigentliche Problem behandeln.

 

Auslöser für Hörverlust

Viele Fälle von Hörverlust treten bereits bei Geburt oder innerhalb der ersten Lebensjahre auf. Diese Fälle sind typischerweise genetisch bedingt oder durch Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt verursacht. Krankheiten wie Meningitis, Masern oder Mumps können ebenfalls zu Hörverlust führen. Viele Menschen, die im Laufe ihres Lebens einen Hörverlust erleiden, erleben ihn aufgrund einer Infektion oder einer langfristigen Belastung durch extreme Lautstärke.

Bluthochdruck, Diabetes und andere Krankheuten können Sie ebenfalls einem Risiko von Hörverlust aussetzen. Wenn Sie sich in Anbetracht dieses Welthörtags Sorgen um Ihr Hörvermögen machen, ist der einzige sichere Weg, einen Hörverlust zu vermeiden, sich Ihrer Umgebung bewusst zu sein und Situationen zu vermeiden, in denen die Lautstärke schädlich werden kann. Tragen Sie Ohrstöpsel, wenn Sie in einer Umgebung mit hohem Schallpegel arbeiten oder Ihre Freizeit verbringen, wie z. Bsp. auf Baustellen oder in Konzertsälen.

Wenn Sie regelmäßig laute Musik über Lautsprecher oder Kopfhörer hören, sollten Sie die Lautstärke reduzieren. Viele junge Menschen leiden schon in jungen Jahren an Tinnitus oder Hörverlust, da sie zu viel lauter Musik ausgesetzt sind.

Die Bedeutung von Hörtests

Die einzige Möglichkeit, Hörverlust zu behandeln, besteht darin, ihn zu erkennen und Hilfe zu suchen. Allerdings leben viele Junge Menschen lange mit Hörverlust, da sie nicht wissen, dass sie ihn haben. Das menschliche Gehirn ist extrem gut darin, sich an neue Situationen anzupassen, und wird im Laufe der Zeit den Hörverlust kompensieren. Je länger ein Hörverlust jedoch ohne Behandlung vorliegt, desto intensiver wird die Erkrankung.

Um weitere Schäden zu vermeiden, müssen Sie handeln. Zu wissen, wie das Ohr funktioniert, ist der erste Schritt, um Probleme zu erkennen, wenn sie auftreten. Lassen Sie Ihr Gehör regelmäßig testen und zögern Sie nicht, mit einem Hörgeräteakustiker zu sprechen, wenn Sie vermuten, dass es ein Problem mit Ihrem Gehör geben könnte. Wenn Sie eine Form von Hörverlust entwickeln, kann eine frühzeitige Erkennung Sie vor weiteren Schäden bewahren und Stress, psychische Probleme und andere Nebenwirkungen verhindern.